Welche Anlageformen stehen hoch im Kurs?

25.07.2011 admin Richtig anlegen, Sparen 0 Kommentare

Entgegen aller gegensätzlichen Meldungen, dass mal die Wirtschaft boome, mal das Ende des Aufschwungs verkündet wird, haben private Anleger oft gleichbleibende Sorgen bezüglich ihrer Anlagen. Welche Form lohnt sich, welche ist gewinnbringend und zeitgemäß? Oft wird sich auf altbewährte Formen verlassen wie Tagesgeld und Sparkonten und ungewöhnlichere und kompliziertere Formen haben es mehr als schwer dabei mitzuhalten.

Solide Anlagen sind gefragt

Neben klassischen Sparformen wie den oben genannten, wird in Deutschland immer noch und ungebrochen gern in Immobilien investiert. Hierbei ist es egal, ob es sich um Direktinvestitionen oder um die Beteiligung an Immobilienfonds handelt. Das einfache Wissen, dass dem investierten Geld ein solider und materiell greifbarer Wert gegenübersteht, scheint zu reichen um diese Anlageform attraktiv erscheinen zu lassen. Gerade nach der Finanzkrise herrscht in Bezug auf andere Anlageformen tiefes Misstrauen in der Bevölkerung, was angesichts der Tatsache, dass die Krise zu einem nicht unwesentlichen Teil gerade durch windige Immobilienspekulationen ausgelöst worden ist, geradezu ein wenig ironisch erscheint. Doch selbst solide Anleihen erscheinen heute kaum noch solide. Staatsanleihen sind durch die Bankrotte der Euro-Zone in Gefahr und Verruf geraten und Firmenanleihen sind schon längst von den leichter zu handelnden Aktien verdrängt worden. Fest verzinsbare Wertpapiere sind dagegen kaum noch gefragt, da die Anleger dadurch häufig eine Übervorteilung befürchten. Konkurse und drastische Abwertungen haben die einst stolze Anlageform in Verruf geraten lassen und zu schweren Verlusten geführt.

Der Umschlag unter der Matratze

Vielleicht ist es so zu erklären, dass Experten eine hohe Summe an Barvermögen vermuten, das nicht in Umlauf gebracht wird. Festliegendes Geld oder gar Barschaften, die unter der sprichwörtlichen Matratze lagern, machen einen hohen Prozentsatz der Gelder aus, die eigentlich in Umlauf sein müssten. Viele vermögende Bürger legen ihr Geld auf Sparkonten kalt oder investieren es bestenfalls in bestehende Eigentümer wie Immobilien oder Grundstücke. Eine wagemutige Investition scheut der Privatanleger, eher noch wird in die eigene Altersvorsorge oder in Versicherungen investiert. Auch Tagesgeldkonten beherbergen einen Großteil des bundesdeutschen Finanzvermögens. Dabei sind gewinnbringende Anlageformen nach wie vor verfügbar, doch das Vertrauen in die Beratung und in die Verlässlichkeit der Aussagen von Mitarbeitern der Finanzinstitute scheint schwer geschwächt und geschädigt. Der zunehmenden Verunsicherung der Anleger wirkt die aktuelle Euro-Krise auch nicht gerade entgegen. Wer eine sichere Anlage für sein Geld sucht, wird daher kaum in Anleihen von Firmen oder dem Staat investieren wollen. Stattdessen haben sich private Investitionen in letzter Zeit vermehrt durchsetzen können. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Trend in Zukunft entwickeln wird und ob der Mut der Anleger für gewagtere und schließlich immer auch lohnendere Investitionen wieder einen Aufschwung erleben wird.

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