Schwere Zeiten für Anleger

21.05.2010 admin Allgemein 0 Kommentare

Die Konditionen für Tagesgeld als Anlage verschlechtern sich immer mehr. Inzwischen sind beim Tagesgeld nur noch 1,03 Prozent der Durchschnitt in der deutschen Branche.

Verschiedene Banken senken die Zinsen noch weiter statt der dürftigen Leitzinserhöhungen für die Europäische Zentralbank (EZB). Der Leitzins wird wohl auch weiterhin sein Tief von nur einem Prozent beibehalten. Die Deutsche Bank zum Beispiel reduziert die Festgeldkonditionen für ein Jahr von 0,8 Prozent auf 0,75 Prozent; bei der Targobank bekommt man für zwei Jahre statt 1,3 Prozent nur noch 1,25 Prozent. Dies hat auch Auswirkungen auf den gesamten Branchendurchschnitt, da Zinsen diesen Monat mal wieder von vielen Banken gekürzt wurden.

Bei Festgeld sieht es wenig anders aus: dafür wird von den Banken inzwischen nur noch ein Zins von 1,04 Prozent bezahlt. Damit setzt sich die Abwärtsentwicklung, die seit Ende des Jahres 2008 zu beobachten ist, auch in den kommenden Monaten weiter fort. Und dies kann man sich bald nicht mehr vorstellen und will es nicht glauben, gerade wenn man an frühere Zeiten zurückdenkt, als es noch 3,5 Prozent für Tagesgeld im Durchschnitt gab und durchschnittlich mehr als 4 Prozent für sechs Monate Festgeld.

 

Wie wird es in Zukunft also weitergehen und lohnt es sich überhaupt noch, sein Geld an der Bank anzulegen?

 

Gerade aufgrund der aktuellen Situation um Griechenland und dem Euro wird es wohl in Zukunft kaum möglich sein, dass sich Geld auf absehbare Zeit verteuert. Dies würde zudem jegliche Rettungsbemühungen nur noch weiter verschärfen und behindern. Der Geldmarktzins wird sich trotz aller Erwartungen wohl nicht erhöhen.
Und dies bedeutet für Sparer keine leichte Situation. Gerade, wenn sie einen Großteil ihres Vermögens in Tagesgeld- oder Festgeldkonten angelegt haben. Bei diesen Anlagen ziehen inzwischen also vielmehr die Banken, als die Anleger selbst ihren Profit daraus. Je niedriger das Vermögen verzinst wird, desto mehr bleibt bei der Bank hängen, wenn sie das Geld währenddessen an andere Kunden verleiht. Dadurch wäre es angesichts der aktuellen Lage durchaus intelligenter, einen Teil des Vermögens in höher verzinste Papiere umzuschreiben: etwa in Renten- und Mischfonds oder Unternehmensanleihen.

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