Spareinlagen besser geschützt

19.05.2009 admin Allgemein 0 Kommentare

Die Bundesregierung hat eine deutliche Erhöhung der gesetzlichen Einlagensicherung beschlossen. Damit sind auch Tagesgeldanlagen zukünftig besser vor Bankenpleiten abgesichert.

Bislang hat der Staat die deutschen Sparer nur bis zu einer Anlagehöhe von 20.000 Euro beschützt. Das soll sich in Zukunft ändern: Ab Juli wird die Grenze auf 50.000 Euro angehoben. Ab Anfang 2011 werden dann sogar 100.000 Euro – Einlagen gesetzlich gesichert. Darüber hinaus wird auch die zehnprozentige Verlustbeteiligung der Anleger abgeschafft und die Frist für die Rückerstattung des Geldes bei einer Bankenschließung verkürzt.

Aufholjagd

Die derzeitige Situation auf dem deutschen Finanzmarkt machte diesen Schritt aus Sicht des Bundestages erforderlich. Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, kurz EdB, sichert bislang 90 Prozent der Spareinlagen der Bundesbürger, maximal aber eben nur 20.000 Euro. Bei der Pleite und Zahlungsunfähigkeit eines Bankinstituts zahlt die EdB innerhalb von drei Monaten die angelegte Summe an den Kunden aus. Für die Rückerstattung von Summen, die über diese 20.000 Euro hinausgehen, sind ein Großteil der Banken Mitglied bei entsprechenden Sicherungsfonds.
Mit dem nun beschlossenen Plan zahlt die EdB also bald Entschädigungsgelder bei Bankenpleiten von bis zu 100.000 Euro pro Konto. Damit holt Deutschland gegenüber anderen Ländern wie Italien oder den Niederlanden auf, in denen dies schon längst gängige Praxis ist.

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